Eigenstrom statt Stromrechnung: Wie du mit einer Solaranlage langfristig Kosten sparst – trotz hoher Anfangsinvestition
Die Energiepreise steigen, die Stromrechnung wächst – und viele Hausbesitzer stellen sich die Frage: Lohnt sich die Investition in eine Solaranlage wirklich? Die klare Antwort: Ja – vor allem, wenn du möglichst viel des erzeugten Stroms selbst nutzt. In diesem Blog erfährst du, wie du mit Eigenstrom langfristig Geld sparst, was ein Batteriespeicher bringt und wie sich die Investition über 20 Jahre rechnet.
1. Die Entwicklung der Strompreise – und was das für dich bedeutet
In den letzten Jahren sind die Strompreise für Haushalte kontinuierlich gestiegen. Während 2010 ein Kilowattstunde (kWh) im Schnitt rund 24 Cent kostete, liegt der Preis heute (2025) je nach Anbieter und Region oft bei über 40 Cent/kWh. Diese Entwicklung dürfte sich angesichts steigender Netzentgelte, CO₂-Abgaben und geopolitischer Unsicherheiten fortsetzen.
Was heißt das konkret?
Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt verbraucht etwa 4.000–5.000 kWh Strom pro Jahr. Bei 40 Cent pro kWh bedeutet das Stromkosten von 1.600–2.000 Euro jährlich – Tendenz steigend. Mit einer eigenen Solaranlage kannst du diese Ausgaben erheblich senken.

2. Eigenverbrauch statt Einspeisung – so funktioniert’s
Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage hängt stark davon ab, wie viel des erzeugten Stroms du selbst verbrauchst. Der selbst genutzte Strom ersetzt teuren Netzstrom – das ist finanziell deutlich lukrativer als die Einspeisung ins öffentliche Netz, für die du nur rund 8–10 Cent/kWh erhältst.
Beispiel:
- Deine PV-Anlage produziert im Jahr 5.000 kWh
- Du verbrauchst davon 3.000 kWh selbst
- Du sparst dir 3.000 kWh x 40 Cent = 200 Euro Stromkosten
- Den eingespeisten Rest (2.000 kWh) verkaufst du für z. B. 9 Cent = 180 Euro Erlös
→ Gesamtersparnis: 1.380 Euro pro Jahr

3. Batterie-Speicher – ja oder nein?
Ein Stromspeicher ermöglicht es dir, auch abends oder nachts Solarstrom zu nutzen – was den Eigenverbrauchsanteil von ca. 30–40 % auf bis zu 70 % und mehr steigern kann.
Vorteile eines Speichers:
- Höherer Eigenverbrauch → höhere Ersparnis
- Mehr Unabhängigkeit vom Stromversorger
- Notstromfunktion bei Ausfall (je nach System)
Nachteile:
- Zusätzliche Kosten (ca. 6.000–10.000 € je nach Größe und Qualität)
- Begrenzte Lebensdauer (meist 10–15 Jahre)
- Komplexere Planung & Wartung
Wann lohnt sich ein Speicher?
Wenn du tagsüber wenig zuhause bist oder deine Anlage groß genug ist, kann sich ein Speicher rechnen – insbesondere bei weiter steigenden Strompreisen. Auch in Kombination mit einer Wärmepumpe oder Wallbox für E-Autos ist ein Speicher sinnvoll.
4. Rechenbeispiel: So wirtschaftlich kann eine PV-Anlage sein
Ausgangslage:
- Solaranlage: 8 kWp → ca. 8.000 kWh Jahresertrag
- Kosten der Anlage: ca. 15.000 € (inkl. Installation, ohne Speicher)
- Eigenverbrauch: 50 % (4.000 kWh) → Strompreis 40 Cent
- Einspeisung: 4.000 kWh → Vergütung 9 Cent
Jährliche Ersparnis:
- 000 kWh Eigenverbrauch x 0,40 € = 1.600 €
- 000 kWh Einspeisung x 0,09 € = 360 €
- Gesamtvorteil: 1.960 € / Jahr
→ Amortisation nach ca. 8 Jahren, danach reiner Gewinn.
Über 20 Jahre kannst du (je nach Entwicklung) mit mindestens 25.000–30.000 € Ersparnis rechnen – oft deutlich mehr, wenn die Strompreise weiter steigen.
Mit Speicher (zusätzliche 8.000 €) verlängert sich die Amortisationszeit auf ca. 12–14 Jahre – dafür steigt die Autarkie und Unabhängigkeit erheblich.

5. Förderprogramme & steuerliche Vorteile
Fördermöglichkeiten:
- KfW-Kreditfür Photovoltaikanlagen & Speicher
- BAFA-Zuschüssefür Batteriespeicher (je nach Bundesland)
- In vielen Bundesländern oder Städten: kommunale Förderungen
Steuerliche Vorteile:
Seit 2023 sind viele PV-Anlagen (unter 30 kWp) von der Mehrwertsteuer befreit – auch die Einkünfte aus Einspeisung sind steuerfrei, sofern sie unter einer gewissen Grenze liegen. Das macht die Investition noch attraktiver.

Fazit: Langfristig sparen – nachhaltig und wirtschaftlich
Trotz hoher Anfangsinvestition lohnt sich eine Solaranlage für viele Hausbesitzer – vor allem dann, wenn der Fokus auf Eigenverbrauch liegt. Du machst dich unabhängiger vom Strommarkt, sicherst dir langfristig stabile Energiekosten und steigerst gleichzeitig den Wert deiner Immobilie.
Ein Stromspeicher ist zwar kostenintensiver, bringt aber zusätzliche Flexibilität und Autarkie – und kann sich besonders in Kombination mit Wärmepumpen oder E-Mobilität schnell auszahlen.
Deine Vorteile auf einen Blick:
- Klare Kostenersparnis ab dem ersten Jahr
- Amortisation in ca. 8–12 Jahren
- Hoher Eigenverbrauch = maximale Wirtschaftlichkeit
- Förderungen & steuerliche Vorteile verfügbar
- Positiver Beitrag zur Energiewende
Wenn du heute in Eigenstrom investierst, wirst du es morgen auf deiner Stromrechnung merken – und über die nächsten Jahrzehnte hinweg profitieren.



